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Tom Tonk adelt Zwakkelmann in seiner Kolumne "Song des Monats"

und schreibt u. a. über "Tabularasa machen" | 10.01.2008 - 13:00:01

Ganz groß! Deutschlands womöglich witzigster und unterhaltsamster Schreiber (bin beinahe gewillt "Schriftsteller" zu tippen) Tom Tonk adelt Zwakkelmann in seiner Kolumne "Song des Monats". 
"Tabularasa machen" von der Stubenrocker-CD ist das Objekt der Begierde.
Genial, kauft Euch bitte alle die beiden großartigen Tonk-Bücher "Raketen in Dosen" und "Raketen in Rock". Es lohnt sich 100%ig!
Der Mann hat wahrlich was drauf! 
Hier `n Auszug aus der Dezember `07 Kolumne:

"...Ich habe keine Ahnung, ob es einen Zusammenhang zwischen Kassel und einem Song wie "An mein Fenster klopft der Regen" gibt, aber in letzter Zeit höre ich sehr häufig Musik, die mir das suggeriert.
Im Wohnzimmer ist es behaglich. Der braune Teppich endet akkurat an der weißen Fußleiste, kein Bild an der Wand stört den Energiefluß und die über dem Heizkörper baumelnde Gardine ist zugezogen. Das CD-Cover zeigt außerdem, wie in der Mitte dieses Raumes ein ambitionierter, junger Mann mit Augenbinde in zwei Mikrophone brüllt, mit der rechten Hand eine Gitarre festhält und mit der linken eine Faust ballt, während auf dem Boden ein Mischpult und eine CLASH-Platte und eine Aktentasche und eine Flasche Bier und ein Schäferhund ihm treu zur Seite stehen. "Stubenrocker" ist vermutlich der authentischste Titel für dieses Kleinod, das vom nicht minder authentischen ZWAKKELMANN bereits im Jahre 2006 ein- und ausgespielt wurde, aber erst jetzt meinen Nerv trifft. Da ich mir nicht vorstellen kann, daß 19 Megahits einen Stereofreund kaltlassen, möchte ich hiermit diese Schallplatte jedem Bundesbürger wärmstens ans Herz legen. Hier bekommen Sie was für Ihr Geld, das können Sie mir glauben!
"Stubenrocker" enthält sinnfreie Sauflieder, übermütiges RAMONES- und BEACH BOYS-Gewichse, aber auch viel altersbedingte Weisheit, auf die der Künstler nicht immer zwangsläufig einen Reim findet. Ein einziger Rausch voller Tragikomödien ohne Pointen, unerfüllten Sehnsüchten, verletzten Gefühlen und schönen, wenn auch seltenen, Augenblicken des stillen Glücks. Ich persönlich glaube, daß das Leben genauso ist, wie es ZWAKKELMANN besingt, vielleicht nicht im Detail (Tatjana, Mathilda, die dicke Nina), aber im Großen und Ganzen, unter dem Strich. Die Platte balanciert dermaßen elegant auf dem schmalen Grat zwischen feinsinniger Beobachtung, großer Erkenntnis und skurriler Melancholie, daß man denken könnte: Die wahren Genies können nur Bekloppte sein.
Besonders begeistert bin ich vom Opener "Tabularasa machen".
Das ist verdammt noch mal ein Superhit!
Das ist einfach Spitzenklasse!..." (Tom Tonk, Dez. `07)

Mehr Infos und Texte zu und von TT findet Ihr unter dem Link da unten.
p.s.: Hiermit gelobe ich feierlich nie wieder "Nina" auf "China" zu reimem.
Prost,
Schlaffen
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